
Betonstahl bis 20 m Länge schneiden
Die neue Produktionslinie der Debrunner Acifer Bewehrungen AG schneidet Betonstahl bis zu einer Produktionslänge von 20 m. Der hohe Automatisierungsgrad der Anlage steigert die Effizienz in der Produktion deutlich. Dadurch verkürzt sich die Reaktionszeit und die Lieferfähigkeit wird gesichert zum Vorteil für die Kundinnen und Kunden.
Die Debrunner Acifer Bewehrungen AG hat ihre Fertigung am Standort Regensdorf ZH modernisiert. Entstanden ist eine neue 85 m lange Produktionslinie zum Schneiden und Biegen von Betonstahl.
Stangen bis 20 m Länge – ein Bedürfnis der Kundschaft
Beim Betonstahllieferanten gingen nicht selten Anfragen für Stangen über 18 m Länge ein. Dafür war die bisherige Anlage jedoch nicht konzipiert. «Wir wollen den Bedürfnissen unserer Kundschaft gerecht werden», sagt David Felder, Geschäftsleiter von Debrunner Acifer Bewehrungen, «und haben deshalb in zwei zusätzliche Meter investiert: Die neue Anlage vermag Stangen bis einer Produktionslänge von 20 m zu schneiden – als Einzige in der Schweiz.»

Schere leistet bis zu 140 m pro Minute
Die Bearbeitung beginnt mit dem fahrbaren Stangenlager. Es umfasst Stangen von 12 bis 40 mm Durchmesser inklusive Spezialstählen wie Top700 oder Top12. Das Kernstück der Anlage jedoch ist die Schere: Sie zieht die Stangen mit bis zu 140 m pro Minute ein. Damit ist die Maschine nicht nur schnell, sondern vermag beispielsweise auch zwei Stangen mit 40 mm Durchmesser gleichzeitig zu ziehen und zu schneiden.
Doppelbieger bewältigt 14-m-Stangen
Nach dem Schnitt folgt der 20 m lange Verteilkanal, der das Material sortiert. Auf die rechte Seite wird das auf dem Doppel- und dem Handbieger zu bearbeitende Material abgeworfen. «Der Doppelbieger gehört zu den effizientesten und modernsten auf dem Markt: Er kann Stangen bis zu 14 m Länge biegen. Darüber hinaus meistert er 3D- und Radien-Formen spielend», erklärt David Felder. Während rechts abgeworfene Stangen zu den Biegern gelangen, sammeln sich links gerade Stäbe und jene für die Debrunner Bewehrungstechnik. Diese Stangen werden beispielsweise zu BARTEC®-Anschlussgewinden oder Muffen verarbeitet.
Automatischer Binderoboter
Alles, was die Kundinnen und Kunden als gerades Material bestellt haben, passiert den Binderoboter. Er bindet und etikettiert die einzelnen Positionen und Bunde automatisch. Danach werden diese bis zum Ende der Anlage transportiert und gleiten dort in die vom System zugeteilten Sammelboxen. Danach ist das Material bereit für den Verlad auf den LKW.
Parallele Produktion erhöht Flexibilität
Nicht nur die Abwurfstationen rechts und links der Produktionslinie sorgen für mehr Effizienz. Auch das ausgeklügelte Logistiksystem innerhalb der Produktionslinie reduziert den Zeitaufwand: Der bisher notwendige Kran für das Bewegen des Betonstahls zwischen den Arbeitsschritten «Schneiden» und «Biegen» entfällt beispielsweise. David Felder: «Dadurch reduziert sich der Zeitaufwand beträchtlich.» Alles in allem nehmen die Mitarbeitenden den Betonstahl nur noch zwei- bis dreimal in die Hand, verglichen mit bis zu sechs Malen früher. David Felder erwähnt eine weitere Besonderheit: «Einzigartig in der Schweiz sind nicht nur die 20 m Produktionslänge der Stangen. Auch die parallele Produktion ist ein nationales Unikum: Die Fertigungslose eines Auftrags werden mithilfe eines selbst programmierten ERP-Systems digital auf verschiedene Maschinen übertragen. Auch das spart wertvolle Zeit und erhöht unsere Flexibilität enorm.»


«Pocketsystem» für Bestellungsergänzungen oder Express-Aufträge
Bestellt eine Kundin oder ein Kunde zusätzliche Ware zu einem bereits erteilten Auftrag oder benötigt Ware «express», kann Debrunner Acifer Bewehrungen die Produktion der Aufträge dank «Pocketsystem» im Prozess überspringen: Die neue Bestellung wird vorgezogen bearbeitet, während im vorherigen Prozess bearbeitete Stangen zwischengelagert werden, bis der neue Auftrag fertiggestellt ist.
Commitment für den Werkplatz Schweiz
Seit Anfang März wickelt die neue Produktionslinie Kundenaufträge ab. Die Anlage ermöglicht Debrunner Acifer Bewehrungen, die definierten Ziele bezüglich Verfügbarkeit sicherzustellen. Im gleichen Atemzug sichert der Betonstahllieferant die hohe Qualität und die Flexibilität, die er als Kundenversprechen definiert hat. Darüber hinaus erreicht er mit der neuen Anlage ein neues Level bei der Arbeitssicherheit für die Mitarbeitenden. David Felder zeigt sich stolz: «Mit der Grossinvestition in die neue Produktionslinie geben wir ein klares Commitment ab für den Werkplatz Schweiz und stehen weiterhin für regionale Produktion.»








